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Am 8. M

Am 8. M 05‘22 Muttertag DAS MAGAZIN FÜR DIE REGION Ein Anlass um Danke zu sagen! Inzwischen stehen vor allem viele kommerzielle und materielle Möglichkeiten zur Verfügung, diesen Tag zu zelebrieren. Dabei sollten wir uns die Hintergründe einmal bewusst werden, denn an diesem Tag geht es vor allem darum, unserer Mutter Wertschätzung entgegen zu bringen. Ob dies in Form von Blumen, selbstgestalteten Aufmerksamkeiten oder anderen Geschenken geschieht, ist dabei ziemlich unwichtig. Wichtig ist das, was dahinter steht. Tauchen wir doch einmal kurz in die Ursprünge des Muttertages ein: Der Tag geht auf die Antike und damit auf die alten Griechen zurück, die mit einem Fest zu Ehren von Rhea, der Mutter von Zeus, den Mutterkult pflegten. Der Muttertag in seiner heutigen Form wurde jedoch von der englischen und US-amerikanischen Frauenbewegung geprägt. 1865 gründete die US-Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis eine Mütterbewegung mit dem 14

Muttertag DAS MAGAZIN FÜR DIE REGION 05‘22 ai ist Muttertag Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai feiern wir den Muttertag. Doch wie kam es eigentlich dazu und wozu ist dieser Tag gedacht? Namen Mothers Friendships Day. Hier konnten Mütter sich zu aktuellen Fragen austauschen. Eine Mütter-Friedenstag-Initiative „peace and motherhood“ rief 1870 Julia Ward Howe ins Leben mit dem Ziel, Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Söhne nicht mehr Kriegen zum Opfer fallen sollen. Seit den 1960er Jahren sind in Europa verschiedene Frauenbewegungen und Frauenverbände entstanden. Sie engagieren sich neben den Friedensprojekten und mehr Frauenrechten auch für bessere Bildungschancen bei Mädchen. Für mehr Anerkennung der Mütter trat der in den 1890ern gegründete Internationale Frauenrat ein. So gilt die Tochter von Ann Maria Reeves Jarvis, die Methodistin Anna Marie Jarvis, als Schöpferin des heutigen Muttertags. Am 12. Mai 1907 veranstaltete sie ein Memorial Mothers Day Meeting in Grafton (West Virginia, USA) – der Tag fiel auf den Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter. Und auch im darauffolgenden Jahr gab es eine Andacht, die sich den Müttern widmete. So entwickelte sich daraus schnell eine Tradition und Anna Marie Jarvis machte es sich zum Ziel, einen offiziellen Muttertag zu schaffen. Dafür startete sie eine Initiative und schrieb Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenvereine. So kam es, dass 1909 der Muttertag bereits in 45 Staaten der USA gefeiert wurde. Am 8. Mai 1914 wurde er erstmals als nationaler Feiertag begangen. Mit der steigenden Verbreitung und Kommerzialisierung des Muttertags allerdings wandte sich seine Begründerin von der Bewegung ab. Erfolglos kämpfte sie sogar für die Abschaffung des Feiertages. Doch international gewann die Idee, Mütter mit einem besonderen Tag zu ehren, immer mehr Anhänger. In Großbritannien wurde das Konzept Muttertag schnell angenommen und verbreitete sich von dort aus weiter. In den Jahren 1922/1923 gelangte die Bewegung auch nach Deutschland: Hier zierten Plakate mit der Aufschrift „Ehret die Mutter“ die Schaufensterscheiben und unter Federführung des Verbands Deutscher Blumengeschäftsinhaber wurde dieser Tag als „Tag der Blumenwünsche“ gefeiert. Der erste deutsche Muttertag fand am 13. Mai 1923 statt. Leider bot ein solcher Feiertag verschiedenen Gruppierungen und politischen Ideologien auch Anlass, diesen mit ihren jeweiligen eigenen Zielen und Geisteshaltungen zu verknüpfen. So nahm beispielsweise die Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung ab 1926 die Propagierung des Muttertages auf und legte ihn als offiziellen Feiertag fest. Während man in der DDR nur den Internationalen Frauentag am 8. März feierte. Beging die Bundesrepublik im Nachkriegsdeutschland ihren ersten Muttertag im Jahr 1950. Dieser Tag genießt seither eine Sonderstellung – und das obwohl er kein gesetzlicher Feiertag ist, sondern auf Übereinkünften von Wirtschaftsverbänden basiert: Blumenläden dürfen an diesem Tag beispielsweise in aller Regel geöffnet bleiben. Aber ganz egal ob man die Mutter mit Blumen, teuren oder selbstgemachten Geschenken beehrt, der Tag sollte vor allem der ursprünglichen Idee dienen, der wichtigsten Frau unseres Lebens einmal Danke zu sagen! Foto: jchizhe – stock.adobe.com 15

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