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05‘22

05‘22 Finanzen DAS MAGAZIN FÜR DIE REGION DIE GLOBALE MINDESTSTEUE Wann sie in Kraft tritt und was sie für Deutschland bedeutet Für Olaf Scholz war die globale Mindestbesteuerung für Konzerne einer der größten Erfolge als Bundesfinanzminister. Von einer „historischen Reform“ sprach er im vergangenen Sommer, nachdem sich 136 Staaten geeinigt hatten. Doch wenn Einigungen zu globalen Steuerreformen schon knifflig sind, die anschließende Umsetzung ist häufig noch schwieriger. Das bekommt nun Scholz’ Nachfolger Christian Lindner (FDP) zu spüren, der dafür sorgen muss, dass das von Scholz’ angestoßene Projekt Realität wird. Und das ist mittlerweile nicht mehr sicher. Denn die Umsetzung der globalen Mindeststeuer gerät immer mehr ins Stocken. Schon vor zwei Wochen wurde bekannt, dass die Reform nicht 2023, sondern erst 2024 greifen soll. Nun wächst auch noch die Sorge, die US-Regierung könne aufgrund innenpolitischer Schwierigkeiten einen Teil der Reform nicht durch den Kongress bekommen. Aber nun mal von Anfang an: Die Internationale Unternehmensbesteuerung ist ja ein ziemlich abstraktes Thema. Was soll also ganz konkret geändert werden? Es geht um eine der größten Reformen der internationalen Besteuerung von Unternehmen. Diese Reform umfasst „zwei Säulen“: Erstens wird dafür gesorgt, dass alle Unternehmen ihren fairen Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten. Dazu hat der ehemalige Bundesfinanzminister Olaf Scholz im Oktober 2018 gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen Bruno Le Maire eine globale effektive Mindestbesteuerung vorgeschlagen. Diese ist die „zweite Säule“ der Reform. Dabei geht es letztlich darum, mit einer Einführung eines Mindeststeuerniveaus den Steuerkuchen für alle Staaten größer zu machen und aggressiver Steuergestaltung einen Riegel vorzuschieben. Die neuen Regeln werden dafür sorgen, dass die Steuereinnahmen gerechter zwischen den Staaten verteilt werden. Die neuen Regeln sind vor allem für die Besteuerung großer Digitalkonzerne wichtig, die z. B. durch Internetverkäufe oder durch Einnahmen aufgrund von Werbeklicks auch in Staaten extrem hohe Gewinne machen können, in denen sie gar nicht mit einer Fabrik oder einer anderen Niederlassung präsent sind. Künftig sollen die Unternehmen somit dort Steuern zahlen, wo sie auch die Gewinne erwirtschaften. Eine Frage der Gerechtigkeit Wenn große, global agierende Konzerne kaum Steuern bezahlen, weil sie ihre Gewinne in Steueroasen verschieben, dann ist das ziemlich ungerecht. Zum einen weil dieses Geld nicht für Zwecke der Allgemeinheit genutzt werden kann, wie zum Beispiel für den Bau und die Sanierung von Schulen, Kitas oder Krankenhäusern, die Rente oder ein gut ausgebautes Streckennetz der Bahn und ordentliche Straßen. Zum anderen kann es 38

Anzeige R Steuer´ deine Zukunft! WIR SUCHEN DICH zur Verstärkung unseres Teams als Steuerfachangestellte Steuerfachwirte und Bilanzbuchhalter ( m/w/d) Dein Aufgabengebiet wird neben laufenden Buchhaltungstätigkeiten auch die Erstellung von Jahresabschlüssen sowie die Bearbeitung privater Steuererklärungen umfassen; Lohnkenntnisse wären wünschenswert. nicht sein, dass kleine Handwerksbetriebe oder der Buchladen um die Ecke ehrlich Steuern zahlen, während hoch profitable Konzerne durch Tricks Milliarden an Steuern sparen. Dem soll nun ein Ende gesetzt werden! Die Mindestbesteuerung von 15 Prozent gilt somit künftig für alle international tätigen Unternehmen, die einen Umsatz über 750 Mio. Euro erwirtschaften. Bislang zahlen diejenigen Tochterunternehmen des Konzerns, die in Steueroasen sitzen, kaum Steuern und der Gesamtkonzern profitiert. Das ist künftig nicht mehr möglich. Was das konkret für Deutschland bedeutet Deutschland wird von diesen neuen Regeln finanziell profitieren. Das Bundesfinanzministerium hat stets im Auge gehabt, dass Deutschland mit seiner exportorientierten Wirtschaft nicht zu den Verlierern einer Neuverteilung von Besteuerungsrechten gehört. Die derzeitigen Berechnungen gehen bei der Mindestbeststeuerung und der Neuverteilung der Besteuerungsrechte von einem Plus bei den Steuereinnahmen aus. Zudem kann jede Regierung weiterhin ihre eigenen Steuersätze festlegen. Zahlt die Tochter eines Konzerns im Ausland weniger als 15 Prozent, kann das Heimatland des Unternehmens die Differenz zur Mindeststeuer verlangen. Experten zufolge werden weltweit 7000 bis 8000 Firmen betroffen sein, einige Hundert davon aus Deutschland. Foto: bluedesign – stock.adobe.com 39 Dich erwartet eine abwechslungsreiche Tätigkeit und ein angenehmes Arbeitsklima in einem jungen Team. Gute Vertragsbedingungen und Fortbildung sind bei uns selbstverständlich. Arbeitsklima, Fortbildung und die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter sind uns wichtig Wir freuen uns auf deine Bewerbung! FRANK & STEFFENS STEUERBERATER PARTNERSCHAFT MBB Auf dem Schafstall 556182 Urbar bei Koblenz Telefon 026196268-0 Fax 0261 96268-55 info@frank-steffens.de www.frank-steffens.de www.facebook.com/FrankundSteffens www.twitter.com/frank_steffens

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