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11‘14

11‘14 Auto-News Das Magazin für die Region Stresstudie des ADAC An der Stressstudie nahmen insgesamt 60 Testpersonen im Alter zwischen 25 und 60 Jahren teil - je zur Hälfte Frauen und Männer. Vor Antritt der Fahrt wurden von jedem Probanden mittels Fragebogen erhoben, welche Verkehrssituationen als besonders belastend empfunden werden, ihre Reaktion darauf und die Auswirkungen auf ihren Fahrstil. Im Praxistest fuhren die Teilnehmer während des Berufsverkehrs durch die Innenstadt und die Umgebung von Heidelberg. Dabei beobachtete ein Psychologe auf der 35 Kilometer langen Teststrecke das Fahrverhalten in verschiedenen Stresssituationen. • Erfassung von Belastungssituationen • Identifikation von Stresstypen • Fehlerhäufigkeiten der einzelnen Stresstypen Stressfrei im Verkehr Zeitdruck, Hektik und verstopfte Straßen lassen im Berufsverkehr so manchen aus der Haut fahren. Jeder von uns hat sich sicherlich schon einmal selbst dabei ertappt, dass sich angestauter Ärger beim Autofahren entlädt. Der ADAC ist dem „Stress am Steuer“ auf den Grund gegangen und beauftragte das Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg mit einer Studie. Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass Stressempfinden und Stressbewältigung sehr unterschiedlich ausgeprägt sind und so eine Einteilung in fünf Stresstypen möglich ist. Was viele bisher nur vermutet haben, belegt nun eine aktuelle wissenschaftliche Studie des ADAC: Frauen bleiben als Teilnehmer am Straßenverkehr meist länger cool! Während Männer häufiger durch einen sportlichen bis aggressiven Fahrstil auffallen und damit sich und andere einer größeren Stressbelastung aussetzen, agieren Frauen eher defensiv und kommen dadurch seltener in belastende Situationen. Dabei kristallisierten sich in der ADAC-Studie fünf Stresstypen heraus. Das Idealbild des rücksichtsvollen und vorausschauenden Kraftfahrers findet sich im Stresstyp des „Verantwortungsbewussten“ wieder. In der Stichprobe dieser Gruppe haben Frauen mit 56% knapp die Nase vorn. Männer dominieren dagegen die beiden Hauptrisikogruppen der Stresstypen: den „konfrontativen Fahrer“ (70%) und den „vermeintlichen Alleskönner“ (56%). Interessant ist dabei auch, das Kraftfahrer dieser beiden Gruppen nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer einem erhöhten Stress aussetzen. Während der „vermeintliche Alleskönner“ die Verkehrssicherheit in erster Linie durch Selbstüberschätzung gefährdet, neigt der „Konfrontative“ zu einem schnellen und aggressiven Fahrstil, der mit einem besonders hohen Risiko verbunden ist. Das Klischee der schlecht Auto fahrenden Frau wird hauptsächlich durch die Gruppe der „Unsiche- 28

Auto-News Das Magazin für die Region 11‘14 ren“ genährt. Ihr Anteil an der Gesamtstichprobe macht jedoch nur 12,5% aus. Bei diesem Typ handelt es sich überwiegend um Frauen mit geringer Fahrpraxis ohne eigenes Auto. Eine wesentliche Botschaft dieser Studie ist, dass das Fahrverhalten jederzeit positiv beeinflusst werden kann. Ein Fahrsicherheitstraining oder im Falle der Unsicheren eine erhöhte Fahrpraxis können außerdem geeignete Maßnahmen sein, um das Stressempfinden und die individuelle Fahrweise zu verbessern. Verteilung der Stresstypen in der Gesamtstichprobe Der Unsichere schätzt sich selbst als unerfahren ein. Aufgrund sehr geringer Fahrpraxis meidet er schwierige Situationen und verschließt die Augen vor eigenen Fehlern und Problemen Der Überbesorgte Der Unsichere Der Konfrontative Der vermeintliche Alleskönner 7,10% 14,30% 17,90% 32,10% Der Überbesorgte ist in der Regel älter als fünfzig Jahre. Er lernt aus Fehlern und ist selbstkritisch. Er schaut lieber mehrmals hin, bevor er sich endgültig entscheidet Der Verantwortungsbewusste 28,50% Anzeige Die fünf Stresstypen Der Konfrontative zeichnet sich durch einen aggressiven und schnellen Fahrstil aus. Unter Einsatz von Hupe, Lichthupe und Beleidigungen versucht er seine Ansprüche ohne Rücksicht auf andere durchzusetzen Hier gehts weiter! Einfach scannen und surfen! Der vermeintliche Alleskönner verfügt über eine sehr große Fahrpraxis, glaubt alles zu können, ist jedoch gegenüber eigenen Fehlern wenig selbstkritisch und hält Änderungen seines Fahrstils für überflüssig Der Verantwortungsbewusste lernt aus Fehlern und weist damit eine hohe Selbstreflexion auf. Er stellt das Idealbild des vorausschauenden und rücksichtsvollen Kraftfahrers dar Unser Team ist für den Umgang mit Reifen samt RDKS besonders ausgebildet!

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