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Auto-News Das Magazin für die Region 02‘17 Alkohol und Masken am Steuer sind tabu Zu Karneval verkleiden sich viele Feiernde und besuchen feucht-fröhliche Partys. Für Autofahrer kann beides zu Problemen führen Für Fahranfänger gilt die Null-Promille-Grenze „Für Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit und Fahrer unter 21 gilt die Null-Promille-Grenze”, erklärt der Rechtsanwalt Jens Dötsch aus Andernach, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Bei einem Verstoß drohen nicht nur ein Bußgeld von 250 Euro und ein Punkt in Flensburg. In der Regel folgt auch noch die Forderung, ein Verkehrsseminar zu besuchen. Bei der Kontrolle ruhig und sachlich bleiben Bei einer Polizeikontrolle sollten Autofahrer ruhig und sachlich bleiben. „Weisen Sie sich aus und legen Sie die Fahrzeugpapiere vor. Auf die Frage, ob Sie Alkohol konsumiert haben, müssen Sie den Polizisten nicht antworten”, sagt Dötsch. Niemand müsse sich selbst belasten. Auch einem Atemalkoholtest müssen Autofahrer nicht zustimmen. Das kann dann aber dazu führen, dass die Polizei eine ärztliche Blutentnahme veranlasst. Masken am Steuer - nicht verboten, aber problematisch Schon ab 0,3 Promille kann Fahruntüchtigkeit vorliegen, ab 0,5 Promille gibt es Fahrverbot Bereits bei Werten ab 0,3 Promille Alkohol im Blut wird von relativer Fahruntüchtigkeit ausgegangen. Allerdings gilt das nur, wenn der betroffene Fahrer durch unsichere Fahrweise und Ausfallerscheinungen wie Schlangenlinien aufgefallen ist. „Oder durch einen Unfall, der auf der Alkoholisierung beruht”, sagt Dötsch. Das sei bereits eine Straftat, die für Ersttäter in der Regel eine Geldstrafe bedeutet. Punkte in Flensburg, ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten, aber auch der Verlust des Führerscheins sind generell möglich. Ab 0,5 Promille oder mehr werden mindestens 500 Euro und ein Fahrverbot von einem Monat fällig. Wer wiederholt mit 0,5 Promille und mehr auffällt, muss bis zu 1500 Euro zahlen und mit bis zu drei Monaten Fahrverbot rechnen. Ab 1,1 Promille spricht man von absoluter Fahruntüchtigkeit. Außerdem kommen drei Punkte und der Führerscheinentzug für mindestens sechs Monate dazu. Und unter Umständen kann sogar eine Freiheitsstrafe drohen. Masken und Kostüme sind hinter dem Steuer nicht grundsätzlich verboten. Sie sollten aber Sicht, Gehör und Bewegungsfreiheit des Fahrers nicht stören. Manche Gerichte sind der Auffassung, dass dies sonst ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung ist, und es droht ein Bußgeld bis zu 25 Euro. Im Falle eines Unfalls zahlt die Schäden des Unfallgegners zwar in dem Fall die Haftpflichtversicherung, Schäden am eigenen Auto kann jedoch eine vorhandene Kaskoversicherung kürzen. Wird ein Fahrer mit Maske geblitzt und kann er nicht identifiziert werden, droht dem Halter die Auflage, ein Fahrtenbuch zu führen. 33

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